Geologie

Eine Zusammenfassung über die verschiedene Gesteinsarten im Lötschental und besonders die zwischen Milibach und Tännbach ist, wie schon erwähnt bei Flora und Fauna, zu finden in Das Buch von Fischbiel durch Carl Stäubli.  Er schreibt:   

Die Geologie der gegenüberliegenden Bietschhornkette ist recht einfach. Die Basis bilden altkristalline Gneise. Darüber liegen mächtige Bänder aus Amphibolit. Dies ist ein hartes blaues Gestein, das stark eisenhaltig ist und sich daher an der Oberfläche rötlich verfärbt: das Eisen beginnt unter Lufteinfluss zu rosten. Dieses rötliche Gestein fällt besonders an den kleinen Vorgipfeln auf, zum Beispiel am kleinen Nesthorn. Der Gipfel der Kette besteht aus hellgrau leuchtendem Bietschorngranit.

Der Aufbau der Petersgratflanke ist komplizierter. Zwischen dem Amphibolit am Arbenknubel und Altkristallin am Spalihorn steigt im hinterern Milibachtal unvermutet ein breites Band von Sedimentgesteinen des Jurameers auf und zieht hinter dem Spalihorn und dem Tännbachhorn durch. Dieses Band ist für unseren Sportort von grosser Bedeutung. Die unterste Schicht besteht aus Rauhwacke, einer Zusammensetzung aus Dolomit und Gips. Der Gips wird durch das Wasser herausgespült. Es entsteht ein tuffsteinähnliches, aber braunes, leicht bröckelndes Gestein. Dieses leitet das Schmelzwasser des Tännbachgletschers unter dem Spalihorn hindurch zum Gallentloch, wo das klare, keimarme Wasser als herrlich mundendes Trinkwasser gefasst wird. Westlich vom Bach, der aus dem Gallentloch hervor quellt, steht eine Platte aus unansehnlich grauem marmorierten Kalk an. Die der Rauhwacke aufliegenden Kalk schichten haben einen Einfluss auf die Flora in diesem Gebiet. Auf den Weiden der Bletscha rund um den oberen MiIibach liegen Proben all der beschriebenen Gesteine. Ein zweites Band von Meeressediment zieht oberhalb dem hellen Gasterngranit vom Lötschenpass zu den Verwitterungszonen des Petersgrats.

IN BEARBEITUNG:

Von Ferden bis zur Lötschenlücke ist das Lötschental von West nach Ost ausgerichtet. Die verschiedene Gesteinsarten wechseln sich von Nord nach Süd ab. Die Schieferung im Lötschental verläuft also parallel zu den beiden Gebirgsketten (1). 

Der steilere Südhang und die Talsohle bestehen aus Auffaltungen von Gneis und Kakirit, die Gipfelbereiche der Bietschhornkette aus Bietschhorn-Granit, einem hellen, mittel- bis grobkörnigen Biotitgranit K

Kakirite sind primäre Lockergesteine mit richtungslos-chaotischem Gefüge, die durch bruchhafte Deformation infolge tektonischer Beanspruchung entstanden sind.  

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